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Lachen ist Gesund!
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Spiel - Spaß - Lachen Der angenehmste Weg gesund zu bleiben!
Schon der Reformpädagoge Friedrich Fröbel (18. Jahrhundert) sah im Spiel die „höchste Stufe der Entwicklung“. Spielen ist ein Grundbedürfnis von Mensch und Tier. Wir spielen um des Spielens Willen, es ist intrinsisch (von innen her) motiviert.
Durch die Industrialisierung trennen sich Spielräume und Spielzeiten von Eltern und Kindern zusehends. Damit ist Kindern häufig die Möglichkeit genommen, an der Welt der Erwachsenen teilzunehmen. Es fehlen ihnen Spiel- und Entfaltungsmöglichkeiten. Diese wenigen Möglichkeiten werden dann noch von Fernsehen und Computern weiter verschüttet. Kinder, die nicht richtig spielen können, haben häufig Lernschwierigkeiten.
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„Das Spiel ist ein Naturphänomen, das von Anbeginn den Lauf der Welt gelenkt hat. Die Geschichte unseres Spiels reicht bis in den Anfang der Zeit zurück. Zufall und Regeln sind die Elemente des Spiels. Einst von Elementarteilchen, Atomen und Molekülen begonnen, wird es nun von unseren Gehirnzellen fortgeführt. Es ist nicht der Mensch, der das Spiel erfand. Wohl aber ist es das Spiel – und nur das Spiel – das den Menschen vollständig macht.“ (Nobelpreisträger Manfred Eigen und Dr. Ruthild Winkler)
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Spiel ist ganzheitlich
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Mit dem Spiel werden räumliche, zeitliche und geistige Freiräume geschaffen. Diese Freiräume sind und werden wichtiger denn je. Echte Freude und Spaß zu spüren wirkt heilend und befreiend.
Spiel, Spaß und Lachen bringt Kontakt, Wohlbefinden, körperliche und geistige Aktivität, emotionale Ansprache, Spannungsabbau. Spiel fördert das strategische und logische Denken, erhöht die Konzentration. Spiel schult die Kreativität, steigert das Dazugehörigkeitsgefühl, trainiert die Flexibilität und führt zu einer verbesserten Lebens- und Problembewältigung. Spiel stärkt verschiedene Fähigkeiten und die differenzierte Wahrnehmung. Durch Spielen lernen Kinder ihre Kultur. Spielen ist vielseitig und in allen Lebensbereichen einzusetzen. Die Wichtigkeit des Spiels wird bis hin zur Spiel- und Gestalttherapie genutzt.
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9-Dimensionen-Modell
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Dieses Modell wurde zuerst von Gerner („Einführung in die pädagogische Antrophologie“, Darmstadt 1974) beschrieben und hat bis heute in der gesundheitspädagogischen Arbeit nicht an Aktualität verloren.
Ein Mensch ist viel mehr als nur Körper, Geist und Seele. Er hat eine Geschichte, steht mit anderen in Verbindung, hat seine eigenen Überzeugungen, seine Kultur und seine Denkmuster, ist auf seine eigene Weise kreativ, u. v. m.
Ein humanistisch geprägtes Menschenbild beinhaltet, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt für sich zu sorgen, sich zu entfalten und sich gesund zu erhalten. Manchmal bedarf es eines kleinen Anstoßes von Außen. Wobei es egal ist, an welcher der Dimensionen (s. Graphik) angesetzt wird. Jede Dimension ist gleichberechtigt. Wird eine Dimension positiv berührt, kommen alle anderen Dimensionen mit in Bewegung.
Hier sind wir wieder bei Spiel, Spaß und Entspannung. Alle Dimensionen des Modells werden angesprochen. Spiel ist ganzheitlich. Es beginnt bei dem unmittelbaren Erleben der positiven Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Weiter geht es mit Erinnerungen, was wir als Kinder gerne gespielt haben, was wir uns alles ausgedacht haben. Wir stehen in Kontakt zu anderen, kommunizieren. Manchmal geht es auch um Wettkampf, darum sich zu reiben, sich zu beweisen, zu lernen, zu erfahren und das Wichtigste, sich einzulassen!
Spiel ist auch eine Fantasieleistung wie der Traum. Damit ist es Ausdrucksform des Unbewussten. Das Unbewusste kann nur wirken, wenn der Mensch entspannt ist. In der Entspannung fährt das Gehirn von der hektischen Alltagsbeschäftigung (Betawellen 13 – 40 Hz) auf die entspannenden Alphawellen (8 – 12 Hz). Nur in der Ruhe kann der Parasympathikus, ein Teil unseres Nervensystems, seine Arbeit tun. Körper und Geist können regenerieren.
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So funktioniert es:
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Unser Nervensystem besteht aus verschiedenen Teilen, u. a. aus dem Sympathikus und Parasympathikus.
Wenn wir Leistung erbringen müssen, dann ist der Sympathikus der Energie bringende, leistungssteigernde Anteil unseres Nervensystems. Er lässt unser Herz schneller schlagen, unsere Lungen tiefer atmen, die Muskeln besser durchbluten, das Gehirn aufmerksamer und wacher werden. Die Stoffwechselvorgänge werden angeregt, es wird ausreichend Energie bereit gestellt. Wir sind bereit! Egal ob für den Job, die Prüfung, die Sportstunde, den Wettlauf.
Nun kann das nicht endlos so weiter gehen, auch wenn wir uns das manchmal wünschen. Der Körper ist in der Lage Höchstleistung zu erbringen, fordert dafür aber seine Zeit zur Erholung und zur Regeneration. Hier hilft ihm der Parasympathikus. Er sorgt nach vollendeter Arbeit dafür, dass der Herzschlag und die Atmung sich wieder normalisieren, das Gehirn „runter fährt“. Er sorgt auch dafür, dass der Körper jetzt Stoffe, die er über die Nahrung aufgenommen hat, verarbeitet, also Verdauungsvorgänge und Ausscheidungen anregt. Er lässt den Körper ausruhen und regenerieren. Schlaf ist für diese Vorgänge von großer Bedeutung.
So weit so gut. Doch in unserer schnelllebigen Welt ist das leichter gesagt als getan. Wenn dem Körper über längere Zeit der Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung fehlt, wir hauptsächlich in der Anspannung leben, besteht die Gefahr, dass wir ernsthaft erkranken. Aus den Abläufen, die uns stark und ausdauernd machen, werden plötzlich Gefahren.
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Was passiert ist folgendes:
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Das Nervensystem ist sehr eng mit dem Hormonsystem verbunden. Die übergeordnete Hormondrüse, die Hypophyse, ist im Gehirn angesiedelt. Das Großhirn bekommt aus dem Körper und aus der Umwelt ständig Informationen. Heißt die Information „Achtung Anstrengung / Stress“ gibt es immer die gleiche Reaktion.
Das Großhirn gibt die Information an die Hypophyse und an den Sympathikus weiter. Der Sympathikus ist der schnellere. Er hält über Nervenbahnen direkten Kontakt mit den Organen. Die Hypophyse setzt Hormone ins Blut ab. Die Hormone schwimmen im Blut zu ihren Zielorganen, in diesem Fall zu den Nebennieren und sorgen dort ihrerseits für eine Reaktion. Die Nebennieren produzieren u. a. Cortisol und Adrenalin. Diese Hormone helfen bei der Energiebereitstellung, sowie vielen weiteren Körperfunktionen. Auch Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse werden mit in Aktion genommen. Sie wirken ebenfalls bei der Energiebereitstellung mit. Das komplette System ist hochgefahren und durch verschiedene Versorgungsquellen gesichert.
Kommen wir in die glückliche Situation, unsere Kraft und Energie jetzt benutzen zu dürfen, ist alles bestens. Genau so wie die Natur es vorgesehen hat. Wir arbeiten die ganze zur Verfügung gestellte Energie ab, die Hormone sind verbraucht, wir sind glücklich und zufrieden. Der Parasympathikus steht schon in Wartestellung, der Körper kann sich regenerieren.
Leider ist das in unser heutigen Zeit oft so nicht der Fall. Wir sind öfter als uns lieb ist in Situationen, in denen das System auf Hochtour läuft. "wir gerne würden aber nicht dürfen!" Ihnen kommen bestimmt sofort einige ähnliche Situationen aus Ihrem Leben in den Sinn. Hier ist es egal ob es die Stimme des herannahenden Chefs auf dem Flur ist, der Autofahrer, der Ihnen gerade die Vorfahrt genommen hat, der Kunde, der unerfüllbare Sonderwünsche hat, der Zeitdruck unter dem ein Auftrag erledigt werden muss. Die Reaktion des Körpers läuft immer gleich ab.
Wenn wir jetzt häufig in der leidigen Situation stecken und unsere Energie, unseren Ärger nicht abbauen können, unser System ständig unter „Strom“ steht, dann haben wir ständig zu viele Hormone in unserem Blutkreislauf, die ungenutzt z. B. Schäden an den Blutgefäßen verursachen. Das Erholungssystem kommt ständig zu kurz. Regeneration und Auftanken kann nicht im ausreichenden Maße erfolgen. Das führt auf Dauer z. B. zu ständig kreisenden Gedanken, die nicht abgeschaltet werden können, einen wach halten bis hin zu Schlafstörungen. Wenn wir wiederholt nicht gut schlafen, wache wir morgens völlig gerädert auf. Ein schlechter Tag ist vorprogrammiert. Es muss noch mehr Energie aufgewendet werden, um sich zu konzentrieren, das zehrt zusätzlich. Der Teufelskreis beginnt. Im schlimmsten Fall steht am Ende das Burn-out-Syndrom, der Herzinfarkt, eine Stoffwechselerkrankungen, u.v.m., um nur einiges zu nennen.
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Die Lösung
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L a c h e n !
Lachen ist ein Sicherheitsventil für den Körper und ein Gleichgewicht zur Anspannung. Die ursprünglichste und reinste Lebensfreude kann fließen.
Die Gelotologie (Wissenschaft vom Lachen) ist mit ca. 40 Jahren noch nicht sehr alt. Doch in dieser kurzen Zeit haben die Wissenschaftler bereits Erstaunliches über das Lachen erforscht.
Lachen stärkt die Lungen und das Herz-Kreislauf-System, die Durchblutung verbessert sich, die Bauchmuskeln spannen sich, das Zwerchfell hüpft auf und ab, massiert dadurch die Eingeweide. Lachen löst Spannungen, ist Ausdruck von Befreiung.
Es ist heute bewiesen, dass das Lachen die Hormonausschüttung anregt und das Nervensystem positiv beeinflusst. Schon einfaches, grundloses Lachen führt zu einer angenehmen Reaktioln im Gehirn. U. a. melden die angespannten Augenmuskeln dem Gehirn positive Gefühle. Durch Lachen wird die Freisetzung von Hormonen und Botenstoffen (Neurotransmitter) im Gehirn stimuliert und bewirken ein umfassendes Wohlgefühl. Die ausgeschütteten Hormone wirken entzündungshemmend und aktivieren das Immunsystem. Ein deutlicher Anstieg der T-Lymphozyten und der Killerzellen im Blut ist nachweisbar, was einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem und sogar auf die Krebsabwehr hat.
Wird Anspannung durch Lachen abgelassen, sinken die Blutwerte der Stresshormone auf das Normale zurück!
Kinder lachen durchschnittlich 400 mal mehr als Erwachsene. Kinder machen auch einen viel entspannteren Eindruck! Laut Studien soll die Tendenz zu Lachen allerdings weiter sinken – bedauerlicherweise!
Lachen ist innerliches Jogging für den Organismus und Balsam für die Seele. Lachen und Lächeln öffnet Türen und Herzen. Wer selber lächelt erntet häufig auch eins. Lachen ist das gesündeste Ventil um angestaute Aggression abzulassen.
Die physiologische Heilkraft wird heute mit dem Klinik-Clown auf Krankenstationen gebracht. Es gibt Seminare zum Thema Lachyoga und inzwischen auch schon Lachclubs.
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Ein Lächeln
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Ein Lächeln kostet nichts, aber es gibt viel. Es macht den reich, der es bekommt, ohne den, der es gibt, ärmer zu machen. Es dauert nur einen Augenblick, aber die Erinnerung bleibt manchmal für immer.
Niemand ist so reich, dass er ohne es auskommen kann und niemand so arm, dass er nicht durch ein Lächeln reicher gemacht werden könnte. Ein Lächeln bringt Glück ins Haus, fördert den guten Willen im Geschäft und ist das Zeichen für Freundschaft.
Es gibt dem Erschöpften Ruhe, dem Mutlosen Hoffnung, dem Traurigen Sonnenschein und es ist der Natur bestes Mittel gegen Ärger.
Man kann es nicht kaufen, nicht erbetteln, leihen oder stehlen, denn es ist so lange wertlos, bis es wirklich gegeben wird. Manche Leute sind zu müde, Dir ein Lächeln zu geben. Schenke ihnen Deines, denn niemand braucht ein Lächeln nötiger als jener, der keines mehr zu geben hat.
Verfasser/in unbekannt
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Schlußfolgerung
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100% mehr Lachen, Spielen und Spaß haben. Angenehmer, kostengünstiger, gesünder und einfacher kann Gesundheit nicht sein.
Der gemeinsame Nenner aller Entspannungstechniken und –methoden ist für mich das Herunterfahren des Gehirnes von Betawellen auf die Alphawellen. Wie und womit ich mich entspannen ist zweitrangig. Wichtig ist, das ich es tue - und zwar ganz und gar, mit allen Sinnen. Das kann Gartenarbeit oder Puzzeln sein, ein Spaziergang, Sport, ein gutes Buch, Musik, Schlafen oder ganz einfach Spielen, Spaß und Lachen sein.
Ich hoffe, Sie hatten viel Spaß beim Lesen. Doch noch viel wichtiger ist mir, dass Sie sofort Ihre tägliche Lachdosis erhöhen, denn:
„Jeder Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag!“ Charlie Chaplin
Herzliche Grüße Ihre
Astrid Hein
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